Shiitake-Pilze aus Oita. © S. Blaschke
Shiitake-Pilze aus Oita. © S. Blaschke

Ein pilziges Vergnügen

Shiitake-Pilze sind aus der japanischen Küche nicht wegzudenken. Sie schwimmen – hübsch kreuzchenförmig eingeschnitten – dekorativ in Nabe-Gerichten (im Topf gekocht). Sie liegen versteckt unter Eierstich in der Chawanmushi-Suppe. Und auch gegrillt vom Spieß sind sie sehr fein. Ihre Zucht auf aufgestellten Hölzern im Wald ist eine Kunst für sich. Zu den leckersten Shiitake gehören die Pilze aus Oita.

Im Rahmen einer Pressereise des Foreign Press Center Japan kam ich im Frühjahr in das Vergnügen, unter idyllischen Bambushainen die leckeren Pilze wachsen zu sehen.

Shiitake-Zucht in Oita. © S. Blaschke
Shiitake-Zucht in Oita. © S. Blaschke
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Der Pilzbauer in seinem Reich. © S. Blaschke

Das Trocknen ist Frauensache. Erst seit wenigen Wochen hatten sie damals zwei Helferinnen aus China. Diese kamen mit einem Trainee-Visum ins Land. Sie werden dort eingesetzt, wo sich viele Japaner nicht mehr die Hände schmutzig machen möchten. Auf dem Foto sind nur die einheimischen Arbeiterinnen zu sehen.

Japanerinnen beim Shiitake-Trocknen. Die Dame links ist die Ehefrau des Pilzbauern. © S. Blaschke
Japanerinnen beim Shiitake-Trocknen. Die Dame links ist die Ehefrau des Pilzbauern. © S. Blaschke

Manchmal werden die Shiitake-Pilze in Japan auf eine Weise präsentiert, auf die man als Unbedarfter nicht gleich kommen würde – nämlich getrocknet in einer riesigen Trophäe auf Korbwaren und Plastik mit einer riesigen roten Schleife. Dieses durchaus beeindruckende Stück, das der Normalbürger Mühe haben dürfte zu heben, wird beim Turnier siegreichen Sumo-Ringern überreicht. Da stimmen die Größenverhältnisse dann auch wieder.

Getrocknete Pilze in einer Trophäe für Sumo-Ringer. © S. Blaschke
Getrocknete Pilze in einer Trophäe für Sumo-Ringer. © S. Blaschke